Pressebeiträge über Art Laboratory Berlin
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Archiv mit Presse-Echo: (hier clicken)

Auszeichnung 2017 an Art Laboratory Berlin

Wir freuen uns mitzuteilen, dass Art Laboratory Berlin erneut Preisträger der "Auszeichnung künstlerischer Projekträume und –initiativen" geworden ist. Wir danken der diesjährigen Jury für diese Entscheidung und der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa für die Auslobung des Preises.

Wir betrachten diese Auszeichnung als Wertschätzung unserer intensiven Arbeit der letzten Jahre mit Ausstellungen, Seminaren, Workshops und Konferenzen zu aktuellen Themen in Kunst und Wissenschaft. Unser Dank geht auch an die Künstler, Kollegen und Förderer, mit denen wir unsere Projekte realisieren konnten und zukünftig umsetzen werden.

Mehr Information: https://www.berlin.de/sen/kultur/foerderung/foerderprogramme/bildende-kunst/artikel.60203.php


Nächste Verantstaltung:

Vortrag & Performativer Workshop

Margherita Pevere | Anatomy of an inter-connected system


15. Juli 2017, 14-18 Uhr (auf englisch)
10/ 7 EUR - Limitierte Anzahl von Plätzen
V erbindliche Anmeldung an register@artlaboratory-berlin.org


Growing cellulose (bacterial culture in liquid medium), Margherita Pevere, 2016. Foto: Margherita Pevere


Ausgangspunkt des Seminars ist die Recherche des Künstlerin an der Schnittstelle von Bildender Kunst, theoretischer Forschung und biologischer Prozesse. Im Zentrum steht die Beziehung zwischen Mensch und Natur unter Berücksichtigung der heutigen Umweltkrise und die Frage, wie künstlerische Praktiken, die lebende Organismen und Technologien einbeziehen, innovativ zur Debatte beitragen können. Wie können Künstler die komplexe Vernetzung zwischen Mensch und Biosphäre in einer hypertechnologischen Ära problematisieren? Welche ästhetischen und ethischen Implikationen gibt es? Das vorliegende Projekt möchte das Publikum in einer performativen Diskussion mit einem visuellen Ergebnis engagieren.

Das Seminar hat zwei Teile – Vortrag und partizipative Performance. Im Vortrag wird Pevere in die Schlüsselkonzepte der Geschichte der menschlichen Beziehung zur Natur einführen und wie diese die Gesellschaft, die Religion und die Wissensproduktion beeinflusst hat. Wie hat der Mensch die Natur im Mittelalter und der Renaissance wahrgenommen? Wie wirkte sich das auf die Gesellschaft und die Künste aus? Was sind Anthropozentrismus und das Anthropozän? Nach dieser theoretischen Einführung wird Pevere kritisch ihre eigene künstlerische Praxis präsentieren, insbesondere Werke, die sich mit organischer Substanz und Technik beschäftigen. In der partizipativen Performance wird die Künstlerin eine Diskussion mit dem Publikum über Anthropozentrismus und die Beziehungen zwischen menschlichen und nichtmenschlichen Lebewesen führen. Ethische Aspekte der künstlerischen Praxis werden erörtert. Während dessen zeichnet und schreibt Pevere Notizen über die Debatte auf ein Plakat (Galeriewandgröße) und lädt das Publikum ein, dasselbe zu tun. Das grafische Ergebnis stellt eine Visualisierung der Diskussion sowie eine sinnbildliche Abbildung der Zusammenhänge zwischen Mensch und Biosphäre dar.


Die Künstlerin und Forscherin Margherita Pevere ist von biologischen Prozessen fasziniert und untersucht Verfall und Umwandlung menschlicher und nicht-menschlicher Materie. Ihre Praxis ist gekennzeichnet von einer einzigartigen Kombination organischer und technologischer Materialien: Sie lässt bakterielle Kulturen wachsen, manipuliert Papier und fotografischen Film, sammelt organische Reliquien, experimentiert mit ephemeren Lichtern mittels digitaler Videotechnik und plant, eine digitalisierte Sammlung von Erinnerungen auf bakteriellem Genom zu speichern. Pevere ist Meisterschülerin der Berliner Universität der Künste und nun Doktorandin für künstlerische Forschung an der Aalto Universität in Helsinki (FIN). Sie ist Mitglied der finnischen Bioart Society. Jüngste Ausstellungsbeteiligungen: Artikel Biennale - i / o Labor, Stavanger (NO); STATE Festival, Berlin.
margheritapevere.com



Mit freundlicher Unterstützung von:




Medienpartner:


Kooperationspartner:






Nonhuman Agents in Arts & Culture

Nonhuman Agents greift jüngste philosophische Ansätze auf, die den Anthropozentrismus in Frage stellen. Diese Diskurse betonen eine nichtmenschliche Perspektive durch objekt-orientierte Ontologie (Harman, Meillasoux); diskutieren nichtmenschliche/ menschliche Begegnungen (Haraway); postulieren einen ‚Posthumanismus' (Braidotti); und untersuchen verschiedene posthumanistische performative Strategien, wie zum Beispiel intra-acting (Barad). Eine neue dezentrierte Perspektive lässt uns auf eine Realität blicken, die nicht mehr in rein anthropozentrischen Parametern beschrieben werden kann.



Workshops & Lectures
Mit Workshops und Lectures laden vier internationale, in Berlin lebende Künstlerinnen das Publikum ein, mittels ausgewählter künstlerischer performativer und wissenschaftlicher Methoden über Phänomene des Nichtmenschlichen nachzudenken. Dabei spielen Pilze, Moose, Flechten und bakterielle Prozesse sowie Berliner Feuchtgebiete eine zentrale Rolle.

Alanna Lynch | Gut feelings
18. Juni 2017

Margherita Pevere | Anatomy of an inter-connected system
15. Juli 2017

Theresa Schubert | The forestal psyche
26. & 27. August 2017

Sarah Hermanutz | ill-at-ease seep
28. Oktober 2017


2-Tages-Workshop
Heather Barnett + plan b (Sophia New & Daniel Belasco Rogers) | Swarm | Cell | City
23. & 24. September 2017

Der 2-Tages-Workhop versteht sich als partizipatives Experiment zu Kunst, Performance und Biologie, das der Ausstellung Nonhuman Networks vorausgeht. Das Projekt lädt die Teilnehmer ein, die Stadt Berlin durch die Perspektive des intelligenten einzelligen Organismus Physarum Polycephalum zu betrachten (u.a. auch über GPS Tracking).


Exhibition
Nonhuman Networks
Heather Barnett
| Saša Spačal mit Mirjan Švagelj & Anil Podgornik
Vernissage: 30. September 2017 | Laufzeit: 30. September - 26. November 2017



Saša Spačal, Mirjan Švagelj und Anil Podgornik, Myconnect, Installation, 2014,Damjan Švarc / Kapelica gallery photo archive

Die Ausstellung präsentiert ästhetische Entwürfe neuer Kommunikationsformen zwischen menschlichen und nichtmenschlichen Akteuren. Wie funktioniert der weltweit größte Einzeller als Computer? Welchen Zugang können wir zum sogenannten "Internet des Waldes" bekommen? Die herausragenden performativen Arbeiten der international anerkannten Künstler stellen eine Möglichkeit für das Publikum dar, sich auf außersprachliche Formen und Kontakt mit unterschiedlichen, scheinbar simplen Lebensformen einzulassen.


Interdisziplinäre Konferenz
Nonhuman Agents in Art, Culture and Theory

24. -26. November, 2017

Die interdisziplinäre Konferenz wird schließlich internationale Künstler, Geistes- und Naturwissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen bringen, um künstlerische, philosophische, ethische und naturwissenschaftliche Ansätze zu nichtmenschlichen Agenten zu diskutieren. Dabei werden die bisherigen Positionen der Reihe Nonhuman Subjectivities auch berücksichtigt werden.

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Letzte Verantstaltungen:

Performativer Vortrag & Workshop

Alanna Lynch | Gut feelings

18. Juni 2017, 14-18 Uhr (auf englisch)
10/ 7 EUR - Limitierte Anzahl von Plätzen, verbindliche Anmeldung an register@artlaboratory-berlin.org


Foto links: Matthias Reichelt/ Foto rechts: Florian Denzin

Im Rahmen ihrer aktuellen Forschung hat Alanna Lynch Mikroorganismen gezüchtet, die Kombucha-Tee erzeugen. Während des Fermentierungsprozesses produziert diese symbiotische Kolonie von Bakterien und Hefe (Hefepilz, auf englisch SCOBY, symbiotic colony of bacteria and yeasts) Zellulose, ein Material, das schleimig ist, in nassem Zustand stark riecht und getrocknet als Textil verwendet werden kann. Lynchs Interesse, mit dieser Lebensform zu arbeiten, geht jedoch über deren Materialeigenschaften hinaus. Während ihrer Forschung konsumiert sie aktiv die Mikroorganismen ihres Forschungsgegenstands, indem sie den Tee trinkt. Lynch reflektiert folgende Phänomene: Die Hälfte der Zellen im menschlichen Körper sind bakterielle Zellen. Laut der Mikrobiom-Darm-Hirn-Achse beeinflussen Bakterien im Darm nachweislich die Psyche und damit menschliches Denken, Fühlen und sogar Handeln. Bakterien verfügen über ein tiefgreifendes Potential, Kategorien wie Subjekt/Objekt, Geist/Körper und menschlich/nichtmenschlich zu hinterfragen.

Die Künstlerin wird ihre Forschung in einer Mischform aus Performance, Vortrag und interaktivem Workshop präsentieren, was die Interdisziplinarität des Themas verdeutlicht. Sie wird theoretische Gesichtspunkte wie Subjektivität und Willensfreiheit erörtern, während sie den Teilnehmern den Kombucha-Drink serviert. Dadurch werden die Teilnehmer körperlich in das Werk eingebunden. Der Vortrag wird nicht nur Fakten und Ideen präsentieren, sondern sich einer starken affektiven Dimension bedienen. Wir werden die Ästhetik und die sensorischen Eigenschaften des Kombucha-Pilzes in einer Mitmach-Situation erforschen. Ein Schwerpunkt der Performance wird auf dem Geruch und der Substanz in Relation zu unseren Körpern – sowohl innerlich als auch äußerlich – liegen. Zum Schluss werden die Teilnehmer eine Probe zum Mitnehmen erhalten, die sie nutzen können, um die Substanz zuhause weiter zu züchten. Dadurch wird die Substanz buchstäblich ansteckend.


Die kanadische, in Berlin lebende Performance- und Medienkünstlerin Alanna Lynch (CA/DE) bedient sich eines vielfältigen Hintergrunds aus Biologie, Psychologie und Aktivismus. Ihr Werk lotet aus, in welcher Weise Affekte wie Furcht und Ekel konstruiert werden und welche Ästhetik diese Affekte umgibt. Sie hat ein BA in Psychologie an der Queen's University in Kingston, Kanada, absolviert, ein BFA an der Concordia University in Montreal, einen MA in Bibliotheks- und Informationswissenschaftenvon der McGill Universität, Montreal, sowie ein MFA an der Valand Akademie in Gothenburg, Schweden, absolviert. Sie hat international ausgestellt und Performance-Projekte realisiert. Jüngst erworbene Auszeichnungen: Eric Ericson Foundation Grant (2015, Schweden), Stipendium für das Goldrausch Künstlerinnenprojekt (2016). Derzeit lehrt sie an der Kunsthochschule Weißensee und ist Mitglied des "Smell Lab"-Kollektivs

www.alannalynch.com





Artist Talk mit Guy Ben-Ary
5. Mai 2017, 20 Uhr

Guy Ben-Ary ist Künstler und Forscher bei Symbiotica, dem künstlerischen Labor an der University of Western Australia, das sich der Forschung, dem Lernen und der praktischen Auseinandersetzung mit den Lebenswissenschaften widmet. Ben-Ary, als Künstler und Innovator in Wissenschaft und Neuen Medien international anerkannt, spezialisiert sich auf biotechnologische Kunstwerke, mit denen er unser Verständnis darüber, was lebendig ist, bereichern will. Dabei konzentriert er sich auf Tissue Engineering, Mikroskopie und biologische Bildgebung. Seine Forschung zielt auf eine Reihe grundlegender Themen ab, die den Schnittpunkt von Kunst und Wissenschaft untermauern: Leben und Tod, Kybernetik und künstliches Leben. Ben-Ary hat sich bei vielen seiner Arbeiten von Wissenschaft und Natur inspirieren lassen. Seine Kunstwerke nutzen Bewegung, Wachstum und biologische Daten, um technologische Aspekte der heutigen Kultur und die Wiederverwendung biologischer Materialien und Technologien zu untersuchen.

In seinem Gespräch wird Guy Ben-Ary einige der Methoden und Theorien vorstellen, die für seine künstlerische Praxis grundlegend sind, und beispielhaft vier seiner großen Projekte der letzten zehn Jahre erläutern: MEART, The Silent Barrage, In-Potentia, und CellF (siehe unten). Dabei wird er Aspekte der Terminologie, Ethik und Robotik als künstlerische Strategien diskutieren und seine künstlerischen Ansätze erörtern, biotechnisch neuronale Netzwerke mit künstlerischen, robotergesteuerten Körper zu verbinden.




CellF ein neuronaler Synthesizer tritt mit Schneider TM (12. Mai) und Stine Janvin (13. Mai) als Teil der Technosphärenklänge #3 im Haus der Kulturen der Welt auf.
12.-13. Mai 2017

Die dritte Auflage der Technosphärenklänge, die vom Haus der Kulturen der Welt in Zusammenarbeit mit dem CTM Festival produziert wird, präsentiert musikalische Projekte an der Grenze zu Kunst und Wissenschaft. Drei Projekte - der weltweit erste neuronale Synthesizer, der mit menschlichen Musikern spielt; Wassertropfen, die durch Schallwellen schweben und geformt werden; und die Kopplung von Raumklang mit hochenergetischen Lasern - machen aktuelle Vorstellungen von Materialität greifbar und reflektieren grundsätzlich die Beziehung zwischen Natur, Technik und menschlichem Bewusstsein. Alle drei Projekte erfordern intensive Forschung und ständige Zusammenarbeit zwischen den Künstlern, Naturwissenschaftlern und Technologen. Am darauffolgenden Tag werden Vorträge und Gespräche, die gemeinsam mit Art Laboratory Berlin veranstaltet werden, die Forschung und die Wissenschaft hinter den Aufführungen erläutern und die gesellschaftlichen Auswirkungen der Werke diskutieren.
Mehr Informationen

Haus der Kulturen der Welt (HKW) John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin
12.5.2017 - CONCERTS
19:00 CELLF in Performance mit Schneider TM
20:00 FORCE FIELD von Evelina Domnitch & Dmitry Gelfand
21:00 LUMIÈRE III von Robert Henke
Karten 22/18 € reduziert

13.5.2017 - TALKS & CONCERTS
15:00-18:00 VORTRÄGE & DISKUSSION mit Guy Ben-Ary, Nathan Thompson, Evelina Domnitch & Dmitry Gelfand, Robert Henke. Moderiert von Christian de Lutz (Art Laboratory Berlin)
18:00 CELLF in Performance mit Stíne Janvin
Freier Eintritt

Ein Projekt von HKW und CTM Festival in zusammenarbeit mit Art Laboratory Berlin



Letzte Ausstellung:

Nonhuman Subjectivities: Under-Mine.
Alinta Krauth


Alinta Krauth, Under-Mine, interactive video installation, still from animation (detail), 2017

Vernissage: Samstag 25. Februar 2017, 20 Uhr
Künstleringespräch: 26. Februar 2017, 15 Uhr
Ausstellung läuft 26. Februar - 2. April 2017, Fr- So 14-18Uhr u.n.V.

Das Ausstellungsprojekt untersucht Probleme und Möglichkeiten, nichtmenschliche Wahrnehmung über die Schnittstelle künstlerischer Praxis und neuester Technologie zu kommunizieren. Durch interaktive und nicht-interaktive Videoarbeiten, die generative und zeitbasierte Techniken nutzen, entwickelt die australische Künstlerin Alinta Krauth mögliche Narrative von Tieren, die durch den Klimawandel bedroht sind.

Die australische Künstlerin Alinta Krauth hat speziell für Art Laboratory Berlin die neue Arbeit Under-Mine (2017) entwickelt. Sie hat auf Video, generative Kunst, Datenvisualisierung zurückgegriffen und sich mit den neuesten Forschungen zu Tierwahrnehmung und -kognition auseinander gesetzt. Krauth stellt damit narrative Wege als Schnittstelle zwischen menschlichem und nichtmenschlichem zur Diskussion. Da die Wahrnehmungsweise jeder Spezies einzigartig ist und oft über das menschliche Wissen hinausgeht, bedient sich die Künstlerin vielfältiger technologischer Werkzeuge, um nichtmenschliche Wahrnehmungen zu navigieren und übersetzen.

Rechts im Ausstellungsraum lädt die interaktive Videoinstallation Under-Mine die Betrachter ein, über vier Wesen und ihre Versuche, dem Artensterben zu entkommen, nachzudenken - Fledermaus, Gebirgseidechse, Assel und Wildpferd. Die Narrative erschließen sich über eine Zeitachse: von akzeptablen bis hin zu katastrophalen Klimastufen. Die Betrachter steuern die Welt, während die Tiere Sinnesveränderungen ausgesetzt sind. Je höher der Level, desto verwirrender, schneller, langsamer oder abstrakter gestaltet sich die Umwelt. Mit datenbasierten Videos und Klängen, handgezeichneten Animationen und digitalen interaktiven Elementen hat Krauth diese Computeranimationen entwickelt. Die Künstlerin versteht abstrakte visuelle Zeichen und akustische Wahrnehmung als Sprache, als Interaktion mit einer immersiven Umgebung und einer sinnorientierten, weniger linearen Erzählung.

Die vier Videoarbeiten links im Ausstellungsraum reflektieren ästhetisch die Aspekte des Klimawandels für jeden der vier Arten und ihre spezifischen Formen der Wahrnehmung: die spezielle Methode der Echoortung bei Fledermäusen; wie viele Wesen bedienen sich auch besonders die Gebirgseidechsen der Chemorezeption, um Territorien und passende Partner zu identifizieren; Asseln nutzen Feuchtigkeit als Entscheidungsmarker für Bewegung und Lage. Die Hygrorezeption ist nicht der einzige Sinn, den sie benutzen, um Bewegung zu kontrollieren, so sind auch Thigmokinese und Phototaxis wichtige Wahrnehmungsformen; und die Kaimanawa-Wildpferde aus Neuseeland die propriozeptiven Informationen (Gleichgewicht, Blutdruckregulierung) über ihre Hufe wahrnehmen.

Eine weitere digitale Skizze reflektiert über andere Arten. Es gibt viele andere Wesen, deren Sinne vom menschgemachten Klimawandel betroffen sind und sein werden. Da sind zum Beispiel die Seeschildkröten, die mithilfe ihres Magnetsinns nach Hause zurückfinden. Einige Arten von Fischen verlieren ihren olfaktorischen Sinn, der es ihnen erlaubt, nach Futter zu suchen und Feinde aufzuspüren.

Für die Computeranimationen benutzte Alinta Krauth eine Mischung aus Frame-by-Frame-Animationen, zeitbasierte Code-generierte Animationen und digitale Zeichnungen. Aufgrund ihrer computergenerierten Natur werden die ursprünglichen interaktiven Versionen niemals zweimal abspielen. Sie sind ein Gespräch zwischen der Künstlerin, die Bilder schafft und Parameter setzt, und dem Computer, der diese Parameter dann ausführt. Mit einer Mischung aus Field Recording, datengeneriertem Sound und postmodernen Notationstechniken für Komposition hat Krauth auch den begleitenden Sound produziert.

Das Projekt nutzt die Tradition der interaktiven und game-basierten elektronischen Kunst, die den menschlichen Körper mit dem Geschichtenerzählen verbindet. Krauth schlägt vor, dies zur Erkundung zwischenartlicher Empathie zu nutzen. Durch die Interaktion nimmt das Publikum mehrere Rollen ein: Charakter, Schöpfer und Betrachter. Der Künstlerin ist bewusst, dass die Erzählung selbst ein sehr menschliches Konstrukt ist und dass jeder Versuch, Tierwahrnehmung zu erleben, von Natur aus anthropozentrisch ist. Under-Mine testet die Grenzen zwischen Mensch und Tier und lädt uns ein, unsere übliche Subjekt-Objekt-Beziehung zu allem nichtmenschlichen zu überdenken
-Regine Rapp & Christian de Lutz (Kuratoren)

Mehr zu der Serie Nonhuman Subjectivities


Ausstellungstext als .pdf
art-in-berlin.de, going wrong, turning back, inflexible - Kommunikation mit der nichtmenschlichen Kreatur
ITB Berlin News, Nonhuman Subjetivities: Under-Mine. Alinta Krauth (s.38)



Bisherige Verantstaltungen:

Mycelium Network Society
24. Februar 2017
Art Laboratory Berlin wird an der Podiusmdiskussion der Mycelium Network Society teilnehmen (Teil der transmediale ever elusive).
Ort: silent green Kulturquartier, Gerichtstraße 35, 13347 Berlin



DIYBio NOW

17. Februar, 19-22 Uhr
18. Februar, 12-20 Uhr
19. Februar, 12-18 Uhr
Ort: Art Laboratory Berlin

DIYBio faire, organisiert von Biotinkering Berlin
Die 3-tägige Bio-Messe möchte die Berliner Biohacking Szene zusammen bringen und präsentiert praktische Workshops, Gespräche und eine Ausstellung mit einer einzigartigen DIY Laborausrüstung. Die Veranstaltung zielt auf die Nichtkategorisierbarkeit von Natur und bemüht sich daher, die verloren gegangene Beziehung dem Menschen und den ältesten Organismen der Erde wiederherzustellen: Bakterien, Algen und Pilze.
Teil der Vorspielprogramm der transmediale 2017 und CTM



SciArt Café mit BIOMOD und iGEM Team Berlin
29. Januar 2017, 15-18 Uhr



Das iGEM Berlin-Team (http://igem.berlin/) lädt ein zum 5. SciArt-Café mit dem Thema "Synthetische Biologie. Ein Werkzeugsatz zur Lösung der Pobleme der Menschheit". Naturwissenschaftler und Künstler werden Projekt mit Biowissenschaften vorstellen und im Anschluss Themen der synthetischen Biologie diskutieren.

1. Nikolaj Koch - Einführung in SynBio, iGEM Berlin 2015-17. Synthetische Biologie zur Säuberung des Wassers von Mikrokunststoffen
2. Svenja Nierwetberg - Auf der Suche nach Parasiten. Searching for parasites. Synthetische Biologie zur Diagnostik (iGEM Charité)
3. Prof. Vera Meyer - Fungal Bioart: Die Verbindung zwischen naturwissenschaftlichen und künstlerischen Ansätzen in der Mikrobiologie
4. Weitere Präsentationen über Kunst und Biologie

Teil der Vorspielprogramm der transmediale 2017 und CTM



Bisherige Ausstellungen und Events: (hier clicken)


Publikationen!

[macro]biologies & [micro]biologies. Art and the Biological Sublime in the 21st Century. Hrsg. v. Regine Rapp & Christian de Lutz, Berlin 2015.
Mehr Informationen
Presseankündigung als .pdf

Online Publikation:
Wir freuen uns sehr, mit Ihnen/ Euch unsere Online-Publikation der zweitägigen internationalen, interdisziplinären Konferenz zu teilen, die bei Art Laboratory Berlin im Sommer 2013 stattgefunden hat: Synaesthesia. Discussing a Phenomenon in the Arts, Humanities and (Neuro-)Science






Informationen über Art Laboratory Berlin:
Art Laboratory Berlin (als.PDF)

 


Wenn Sie Fragen haben, Pressematerial zu Art Laboratory Berlin oder zu einzelnen Projekten wünschen steht Ihnen unsere Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit gerne zur Verfügung.


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