Pressebeiträge über Art Laboratory Berlin
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NatureCultures

Brandon Ballengée | Katya Gardea Browne | Pinar Yoldas

Kuratiert von Regine Rapp & Christian de Lutz
Bei der Alfred Ehrhardt Stiftung, Auguststr. 75, 10117 Berlin
Ausstellung läuft 2. Juli -4.September 2016

Finissage und Kuratorenführung: 4 September 2016, 14 Uhr
(Mehr Informationen)



Nächste Ausstellung:

Nonhuman Subjectivities
Aural Aquatic Presence

Robertina Šebjanič


Robertina Šebjanic, Aurelia 1+Hz / proto viva generator, Installation mit lebenden Einheiten, 2014. Photo: Hana Jošič

Vernissage: Freitag, 2. September 2016, 20 Uhr
Laufzeit: 3. September – 9. Oktober 2016,
Öffnungszeiten: Fr – So, 14-18 Uhr u. n. Vereinbarung

Workshop/ Seminar: 18. September 2016
Mit Robertina Šebjani
č, Kat Austen, Regine Rapp, Christian de Lutz
Anmeldung erforderlich/ Mehr Information bald

Die Ausstellung untersucht Wirkung und Empfindung eines der ‚einfachsten’ mehrzelligen Wesen – der Qualle. Diese wird mit einer der vom Menschen gemachten Maschinen in Verbindung gebracht. Das Ausstellungsprojekt thematisiert die Bedeutung von Sound in Meeresgewässern sowie die Auswirkungen menschlicher Eingriffe auf auditive aquatische Systeme.

In ihrer Werkreihe Aurelia 1+Hz setzt sich die in Ljubljana lebende Künstlerin Robertina Šebjanič mit biopolitischen und technologischen Versuchen der Lebensverlängerung auseinander und reflektiert Formen des Zusammenlebens verschiedener Arten. Šebjanič, die für ihre Projekte mit Marinebiologen aus der ganzen Welt kooperiert, hat sich für die Arbeit mit Quallen entschieden – Tiere, die seit mehr als 500 Mio. Jahren auf unserer Erde existieren.

Ihre interaktive Installation Aurelia 1+Hz / proto viva generator von 2014 basiert auf einer wechselseitigen Koexistenz von Tier und Maschine. Im Gegensatz zu Robotern, die durch digitale künstliche Intelligenz gesteuert werden, bedient sich dieses Projekt ausgewählter Tiere, um einer einfachen Maschinen Leben ‚einzuhauchen’, um sich sozusagen durch die Maschine auszudrücken. Die Quallen steuern die gesamte Installation: den mechatronischen Teil sowie Video und Sound. Die Bewegungen und Kontraktionen der Quallen werden von einer HD-Kamera aufgezeichnet. Die Aufnahmen werden dann in Echtzeit in Codes verwandelt, die wiederum die Mechanismen der Installation steuern.

2015 hat Šebjanič Aurelia 1+Hz / proto viva sonification realisiert – eine audiovisuelle Performance mit lebenden Einheiten. Die Künstlerin hat das Aurelia 1+Hz-Projekt erweitert, um Phänomene der zwischenartlichen Kommunikation, Sonifikation der Umgebung sowie die Akustik des jeweiligen Raumes, das die Wesen umgibt, zu erkunden. „Die sound loops“, erklärt Šebjanič, „enthalten Aufnahmen von Quallen in einer begrenzten Umgebung, die sich mit bereits aufgezeichneten Sound-Experimenten aus dem Meer zu einem generative score vermischen, insgesamt eine intensive immersive klangliche und visuelle Erfahrung.“

Šebjaničs derzeitiges Projekt Subaquatic / Aquatocene sound scape von 2016 untersucht das Phänomen akustischer Belästigungen unter Wasser, die in Meeren und Ozeanen durch den Menschen verursacht werden. Während der letzten Jahre hat die Künstlerin eine Anzahl von Aufnahmen gemacht, bei denen sie Hydrophone, Unterwasserschallempfänger, benutzt hat. Für die Ausstellung hat sie eine Sound-Installation mit ausgewählten Aufnahmen aus ihrem Archiv produziert, die sich mit menschlicher Lärmbelästigung kritisch auseinander setzt. Unterwasserlärm betrifft eine ganze Reihe mariner Lebensformen, die auf bestimmte subaquatische akustische Milieus existentiell angewiesen sind.




Letzte Ausstellung:

Nonhuman Subjectivities
On Animals. Cognition, Senses, Play

Rachel Mayeri   Maja Smrekar

Vernissage: 27. Mai 2016, 20 Uhr
Artists Talk: 29. Mai 2016, 15 Uhr

Ausstellungslaufzeit: 28. Mai - 17. Juli 2016, Fr-So, 14-18h und nach Vereinbarung (24. Juni geöffnet bis 21 Uhr)


Links: Maja Smrekar, I Hunt Nature and Culture Hunts Me, 2014, Videoaufzeichnung der Performance; rechts: Rachel Mayeri, Apes as Family, 2012, Film

 

Art Laboratory Berlin freut sich, die neue Reihe Nonhuman Subjectivities vorzustellen. Ausgehend von gegenwärtigen philosophischen Theorien zur Objekthaftigkeit und einer Kritik am Anthropozentrismus richtet sich unsere Aufmerksamkeit auf nichtmenschliche Akteure. Die Ausstellung On Animals. Cognition, Senses, Play untersucht zwei Arten von Tieren, die eine beeindruckende kognitive Nähe zum Menschen aufweisen: Primaten, unsere nächstliegenden Verwandte, und Hunde, mit denen wir Menschen eine symbiotische Beziehung eingegangen sind. Allen gemeinsam ist der von Donna Haraway formulierte Begriff des "Miteinanderhandelns": Durch die Überwindung konventioneller Dichotomien von Natur/Kultur, Mensch/Tier oder Subjekt/Objekt geht es vielmehr um ein gemeinsames Agieren.

Die Ausstellung stellt zwei starke Positionen vor, die auf bestimmte Strategien des Narrativen und das Phänomen der Immersion setzen, um sich dadurch der Perspektive eines nichtmenschlichen Gegenübers anzunähern. Sie stellen den Instinkt und die Sinne des Nichtmenschlichen ins Zentrum ihrer künstlerischen Forschung. Mittels Performance, Film und Kunst-Naturwissenschafts-Kollaborationen versuchen beide, die Kognitionsfähigkeit des Nichtmenschlichen zu übersetzten.

Maja Smrekars Performance I Hunt Nature and Culture Hunts Me ist im Rahmen einer Künstlerinnenresidenz in den Jacana Wild Life Studios in St. Montaigne in Frankreich entstanden. Im zweiten Teil ihrer Serie K-9_Topology untersucht Smrekar die Phylogenetik des Wolfs, die Wolf-Hund-Mensch-Beziehung und setzt sich mit der Tierethik auseinander. Das implizierte Risiko und die Intimität in Smrekars Performance mit zwei Wolfshunden und einem Wolf wird durch rezitierte Texte von Joseph Beuys, Oleg Kulik, Susan Silas und Smrekar kontrastiert. Ein Dokumentarfilm gibt Auskunft über die komplexe Evolutionsgeschichte des Hundes.

In ihrer Arbeit Ecce Canis, welche die erste Arbeit ihrer Serie K-9_Topology darstellt, untersucht die Künstlerin metabolische Prozesse, die emotionale Motive für eine tragende Verbindung zwischen Mensch und Hund angestoßen haben, die erfolgreich koexistieren. Die Installation, von der einige Stücke hier zu sehen sind, umfasst das Serotonin der Künstlerin und ihres schottischen Border Collies Byron. Mittels chemischer Protokolle wurde es in einen Duft transformiert, der die chemische Essenz ihrer Mensch-Hund-Beziehung darstellt.

Die beiden Objekte an der Ausstellungswand nutzt man in der Biochemie üblicherweise als Proteinsäulen, doch in Smrekars Installation dienen sie als Serotoninfilter: die mit "K9" und "M7" beschrifteten Rohre wurden für das individuelle Filtern des Serotonin der Thrombozyten von Smrekar und diejenigen ihres Hunds genutzt. Auf dem Podest stehen verschiedene Geruchsderivate des Metabolismus von Mensch und Hund. Die organische chemische Substanz Indol, in der Parfumindustrie häufig verwendet, stellt (wie das Tryptophan) das letzte Derivat bei der Serotonin-Gewinnung dar (und findet man nicht nur im Gehirn, sondern auch bei Blumen). Hier ist es die Mischung von Smrekar's und Byrons Serotonin, synthetisiert mit Indol.

"Die Wechselbeziehung von Biologie und Kultur ist wesentlich für das Verständnis der menschlichen Evolution, der geographischen Verbreitung, der Diversität und Gesundheit", erklärt Smrekar. "In diesem Kontext interessiere ich mich für metabolische Prozesse, welche emotionale Motive auslösen, wenn sich zwei Arten, Mensch und Hund, begegnen und zufrieden koexistieren."

Für ihre Filme hat die in Los Angeles lebende Künstlerin Rachel Mayeri in den letzten Jahren mit Primatolgen zusammen gearbeitet. Im Rahmen ihrer Serie Primate Cinema hat sie Filme für und über Schimpansen und andere Menschenaffen geschaffen. Die Tatsache, das eingesperrte Schimpansen zur Erheiterung üblicherweise Filme sehen, wurde aus künstlerischer Perspektive bisher praktisch kaum untersucht.
In Apes as Family sehen wir ein Drama, das eine Geschichte über die sozialen Bräuche von Schimpansen sowie ihre Domestizierung erzählt. Einerseits spricht uns, als menschliche Betrachter, die teils dramatische Handlung emotional an, andererseits sehen wir wiederum die Reaktionen des Schimpansen-Publikums, die denselben Film auf einem großen TV-Monitor sehen (hier erstmals im Edinburgh-Zoo). So erweist sich der Film als gelungenes Beispiel für das 'Primate Cinema', als Film für nichtmenschliche Primaten, aber auch für die komplexen Zusammenhänge des artenübergreifend Verständnisses.

Über einen längeren Zeitraum hinweg hat Mayeri die Reaktionen von Schimpansen zu unterschiedlichen Fernseh-Genres untersucht und Primatologen darüber befragt. Sie kam zu folgender Schlussfolgerung: "Schimpansen sehen offensichtlich gerne dasselbe wie die menschlichen Primaten - Dramen über Essen, Hoheitsgebiete, den sozialen Status und über Sex. Indem wir einen Film durch die Perspektive eines Schimpansen anschauen, können wir besser verstehen, wie sie denken und fühlen. Schimpansen sind ja immer noch unsere nächstliegenden Verwandte. Sie sind nicht nur für ihre komplexe soziale, kognitiv entwickelte und emotionale Lebensweise bekannt, sie teilen mit uns auch die Faszination für das Kino."

Mayeris Film Baboons as Friends stellt Filmmaterial mit Pavianen einem Film-Noir-Reenactment mit menschlichen Schauspielern gegenüber und zeigt die Geschichte von Lust, Eifersucht und Betrug von Tieren und Menschen. Auf dem linken Monitor können wir Filmmaterial einer Feldforschung von Deborah Forster über Paviane in Kenia sehen, welche die Geschichte von Verlangen und Verrat erzählt. Auf dem rechten Monitor hingegen hat Mayeri eine menschliche Situation mit professionellen Schauspielern inszeniert.

Für ihre Videoarbeit Movies for Monkeys wollte Mayeri einen Film produzieren, die eine entferntere Autorenschaft anspricht, die Totenkopfäffchen. Diese Primaten scheinen eine sehr kurze Aufmerksamkeitsspanne von zwei Sekunden zu haben. Nach einigen Experimenten fand Mayeri schließlich das richtige Thema, indem sie die Kategorie Zeit, die visuellen Medien und Primaten auf fantastische Weise verknüpft hat.

Regine Rapp & Christian de Lutz (Kuratoren)

Pressetext als .pdf

Mehr zu der Serie Nonhuman Subjectivities

Pressetext (von 29.4.2016) als.pdf

Kooperationspartner:




Medienpartner:

Ermöglicht durch eine großzügige Unterstützung von Michael Schröder.




Vorherige
Ausstellung:


Nonhuman Subjectivities
The Other Selves. On the Phenomenon of the Microbiome

François-Joseph Lapointe, Saša Spačal with Mirjan Švagelj and Anil Podgornik , Tarsh Bates, Joana Ricou

Performance - 1000 Handshakes: 3. Februar 2016. 19-22 Uhr während Eröffnung der transmediale, Haus der Kulturen der Welt
Vernissage: 26. Februar 2016, 20 Uhr
Künstler/innengespräch: 28 Februar 2016, 15 Uhr
Naturwissenschaftlerin und Künstlerin im Gespräch - PD Dr. Annette Moter und Tarsh Bates: 23. April 2016, 18 Uhr
Finissage mit Gespräch von Felix Navarrete: 30. April, 2016 15-18 Uhr

Ausstellung: 27. Februar – 30. April, 2016 || Fr-So 14-18 Uhr u.n.V. (am 29. April bis 21 Uhr geöffnet)



Links: François-Joseph Lapointe, Microbiome selfie, 2014 Mitte & rechts: Saša Spačal, Mirjan Švagelj, Anil Podgornik Mycophone Unison, Responsive Installation: Elektronik, Klang, und biologische Materialen, 2013; Petri dish, Installation Detail 2013


Art Laboratory Berlin freut sich, die neue Reihe Nonhuman Subjectivities vorstellen zu dürfen. Ausgehend von gegenwärtigen philosophischen Theorien zur Objekthaftigkeit und einer Kritik am Anthropozentrismus richtet sich unsere Aufmerksamkeit auf nichtmenschliche Akteure.

Die Ausstellung, die erste unserer neuen Reihe, zeigt verschiedene künstlerische Positionen zum komplexen mikrobiellen Milieu am und im menschlichen Körper. Wissenschaftler behaupten, dass es genauso viele Bakterien wie menschliche Zellen in unserem Körper gibt. Das Phänomen des Mikrobioms wirft also eine Menge grundlegender Fragen über die menschliche Identität und unsere Beziehung zu unseren multiplen Entitäten auf.

François-Joseph Lapointe verbindet seine biologische Forschung mit Performancekunst. Seine jüngsten künstlerischen Arbeiten thematisieren das Mikrobiom in Verbindung mit unserem alltäglichen Leben und der physischen Beziehung zu anderen. Lapointe sequenziert sein eigenes Mikrobiom, um metagenomische Selbstportraits zu schaffen, sogenannte Microbiome Selfies, welche die Metamorphose seines bakteriellen Selbst illustrieren.

In der Ausstellung sind neue Arbeiten seiner Performance 1000 Handshakes zu sehen, die er am 3. Februar 2016 in der Eröffnungsnacht der transmediale realisierte: Im Laufe des Abends hat Lapointe im Berliner Haus der Kulturen der Welt 1001 Hände geschüttelt. Nach jeweils 50 geschüttelten Händen wurden Proben seiner Handinnenflächen gesammelt um die DNA des Mikrobiom zu analysieren und damit aufzuzeigen, wie der Kontakt mit anderen unser Mikrobiom formt und uns verändert.

Für die künstlerisch visuelle Bearbeitung bediente er sich der Spektrumanalyse und Netzerk-Viualisierungs-Software der Bioinformatik. Im Gegensatz zur analogen mikroskopischen Analyse arbeitet Lapointe hier vielmehr mit einem digitalen DNA-Datensatz. Sowohl die Videoarbeit als auch die sechs Bilder stellen formal gesehen den letzten Schritt der Analyse dar: die Netzwerk-Analyse. Wesentlich ist hier aber, dass Lapointe im Kontext der künstlerisch ästhetischen Produktion die Zahlen und Buchstaben der Systematik entfernt. Die Bilder zeigen den mikrobiellen Verlauf während der Interaktion mit anderen Mikrobiomen. Es ist faszinierend, sich die wesentliche Geste seiner Performance 1000 Handshakes zu verdeutlichen: das Händeschütteln, eine grundlegende und uralte Form der Beziehungspflege.

Saša Spačal zusammen mit Mirjan Švagelj und Anil Podgornik untersuchen die Dichotomie des Einsseins des menschlichen Körpers zwischen biologischer Einheit zum einen und Vielheit des menschlichen Mikrobioms zum anderen. In ihrer Installation Mycophone_unison entwickelte das Kunst-Wissenschaft-Design-Team eine auditive Landkarte der Interaktionen ihrer Mikrobiome und uns Rezipienten: Indem die Besucher ihren Fingerabdruck hinterlassen, senden sie ein Signal an die Karte, die dies durch die zentrale ‚Himmelsplatte' an die drei Mikrobiome weitergibt und verarbeitet. Die polymodale Sonifikation betont dabei die Vielfältigkeit der Macher_innen.

Die drei Petrischalen auf der ‚Himmelsplatte' sind mit mikrobiellen Kulturen der drei Autoren gefüllt. Diese Kulturen trotzen durch ihre Vielfältigkeit und Komplexität jedweder monolithischen oder unitären Definition des Seins. Durch ihre sich ständig verändernde Resistenz gegenüber dem fließenden Strom schaffen diese Kulturen-Mikrobiome gemeinsam eine akustische Einheit mit der partizipativen Hilfe der Besucher.


    
Links: Tarsh Bates bei der Arbeit im Labor für künstlerische Produktion, School of Pathology and Laboratory Medicine, The University of Western Australia, 2015, Rechts: Joana Ricou, Other landscape no. 1, microbiome der Künstlerin und Umgebung, C-print, 89 × 140 cm, 2014

Joana Ricous Fotografien, mikrobielle Gemälde und Performances verlaufen jenseits der traditionellen Grenze zwischen Organismus und Umgebung. Ricou sammelt Proben ihres eigenen Mikrobioms und das ihrer Umgebung, kultiviert diese im Labor, um sie anschließend zu visualisieren. Daraus sind zwei Portrait-Serien entstanden: Other-self Portraits, ein Gemisch von Kulturen ihres eigenen Körpers; und Non-self Portraits, ein Gemisch von umgebenden Kulturen. Ricou, eine Immigrantin, begann diese Arbeit als sie sich fragte, ob ihr neues Umfeld ihr Mikrobiom verändern würde - und wenn ja, wo würden die Grenzen zwischen dem Selbst und dem Nicht-Selbst verlaufen.

Ihre Serie Other Selves besteht aus Mikrobiom-Portraits der letzten Jahre, bei denen Ricou Bauchnabel-Proben von über 400 Personen genommen hat, was eine beeindruckende visuelle Bandbreite an Bakterien, Pilze und Archaeen darstellt. Diese Portraits wiederum stellen unsere traditionelle Sichtweise des Selbst als einzeln oder ausschließlich menschlich in Frage.

Tarsh Bates untersucht künstlerisch, was es bedeutet, Mensch zu sein, wenn unser Körper mit mehr als einer Billion Zellen ausgestattet ist, von denen doch nur die Hälfte menschliche sind. Die neue Arbeit Surface dynamics of adhesion, eben hier in Berlin entstanden, ähnelt einem beflockten Tapetenmodell: In doppelten Plexiglas-Rahmen dicht verschlossen wächst der Candida parapsilosis - auf Agarlösung mit dem Blut der Künstlerin - in Mustern, wie sie Charles Philippe Robin 1853 erstmals für den Candida albicans vorsah. Und gerade in dieser viktorianischen Ära nahm das Bewusstsein für Hygiene rasant zu. Die vielschichtige Installation inkludiert Möbel der damaligen Zeit und lädt die Besucher ein, auf ihnen Platz zu nehmen und mehr über Tarsh Bates künstlerische Forschung mit Candida zu lesen.

Ihre Videoarbeit Ereignis, Gelassenheit und Lichtung: A love story zeigt im Zeitraffer-Modus Candida albicans, das sich mit dem Serum vermischt, was von der Künstlerin stammt.

Regine Rapp & Christian de Lutz (Kuratoren)

Mehr zu der Serie Nonhuman Subjectivities


Original pressetext (10.02.2016) als. pdf

Presse-/Ausstellungstext als.pdf

berlinartlink.com, publiziert am 16.04.2016 von Alice Bardos BODY // Nonhuman Subjectivities: Humans Can Learn from the Political Make-Up of Our Bacteria

labiotech.eu, publiziert am 5.03.2016 von Claire Braun, BioArt : What is our True Relationship with the Human Microbiome?

art-in-berlin-de, publiziert 3. März 2016 von Inge Pett, Die Kunst des Händeschüttelns. Eine neue Ausstellung bei Art Laboratory Berlin

The Daily Mail, publiziert 2. März 2016 von Abigail Beall, The beauty in your BELLY BUTTON: Artist uses fluff and bacteria from navels to create works of art that are 'unique as fingerprints'

Delo, publiziert am 27. Februar 2016 von Mojca Kumerdej, Poleti bi lahko brstela v triindvajsetih identitetah

gizmodo.com publiziert am 26. Februar 2016 von Jennifer Ouellette, Your Belly Button Lint Makes a Beautiful Portrait as Unique as Your Fingerprint

iflscience! publiziert am 25. Februar 2016 von Tom Hale, Petri Dish Portraits Of The Belly Button's Bacteria

The Guardian, publiziert am 24. Februar 2016, Navel gazing: portraits of the bacteria in our belly buttons – in pictures

RTE (Radio Television Ireland), publiziert am 12.02.2016 von Luke Clancy, Cultural File: Hacking a Microbiome
als .mp3 (ab 2'22")


BZ- Berlin, publiziert am 3.02.2016 von Philipp Pohl, Haus der Kulturen der Welt: Künstler will 1000 hände schütteln


Mit der freundlichen Unterstüzung von:



Kooperationspartner:

 

Medienpartner:

Ermöglicht durch eine großzügige Unterstützung von Michael Schröder.




Letzte Veranstaltung:


François-Joseph Lapointe, 1000 Handshakes, Performance, 2014


3. Februar 2016, 19 Uhr- 1000 Handshakes - François-Joseph Lapointe
Performance während Eröffnung der transmediale/conversation piece
Haus der Kulturen der Welt
(John-Foster-Dulles Allee 10, 10557 Berlin)

5. Februar 2016, 17-18.30 Talk: 1000 Handshakes – Towards an Aesthetics of the Microbiome

Teil von transmediale/conversation piece,
(Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles Allee 10, 10557 Berlin)
François-Joseph Lapoint withRegine Rapp and Christian de Lutz (Art Laboratory Berlin

Als Teil der Eröffnung der transmediale, Festival für Kunst und digitale Kultur, im Haus der Kulturen der Welt präsentiert Art Laboratory Berlin die Performance 1000 Handshakes von François-Joseph Lapointe, kuratiert von Regine Rapp und Christian de Lutz.

Während dieses performativen Experiments wird Lapointe die Hände vieler Menschen schütteln und damit die unsichtbare mikrobielle Gemeinschaft in seiner Handfläche allmählich verändern. Während der Performance werden regelmäßig Proben seiner Haut gemacht. Die DNA dieses Mikrobioms wird anschließend ausgewertet, um zu erfahren, wie sehr der Kontakt mit anderen unsere Mikroben gestaltet und uns zu dem macht, wer wir sind. Durch den physischen und sozialen Dialog möchte die Performance das Bewusstsein schärfen, so auch den Akt der Partizipation und durch den individuellen, sozialen und mikrobiellen Austausch. Das Händeschütteln, eine grundlegende und alte Form der Beziehungspflege, stellt den Anfang einer sozialen, wissenschaftlichen und künstlerischen Kollaboration zwischen Performer und Publikum dar. Die Ergebnisse sind Teil der Gruppenausstellung The Other Selves. On the Phenomenon of the Microbiome, die bei Art Laboratory Berlin ab 26. Februar zu sehen ist.

Während der transmediale gibt es ein öffentliches Gespräch zwischen François-Joseph Lapointe und den Kuratoren Regine Rapp und Christian de Lutz (Fr. 05.02.2016, 17-18.30, Mehr Informationen).

Podcast von Talk

Pressetext für 1000 Handshakes as .pdf

BZ- Berlin, Published on 3 February, 2016 by Philipp Pohl, Haus der Kulturen der Welt: Künstler will 1000 hände schütteln

In Zusammenarbeit mit transmediale art&digitalculture


Mit der freundlichen Unterstützung von:

 

Bisherige Ausstellungen und Events: (hier clicken)


Publikationen!

[macro]biologies & [micro]biologies. Art and the Biological Sublime in the 21st Century. Hrsg. v. Regine Rapp & Christian de Lutz, Berlin 2015.
Mehr Informationen
Presseankündigung als .pdf

Online Publikation:
Wir freuen uns sehr, mit Ihnen/ Euch unsere Online-Publikation der zweitägigen internationalen, interdisziplinären Konferenz zu teilen, die bei Art Laboratory Berlin im Sommer 2013 stattgefunden hat: Synaesthesia. Discussing a Phenomenon in the Arts, Humanities and (Neuro-)Science




Art Laboratory Berlin - Preisträger der Auszeichnung künstlerischer Projekträume

Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass Art Laboratory Berlin einer der Preisträger der Erste Auszeichnung künstlerischer Projekträume und –initiativen im Bereich Bildende Kunst (2012-13) der Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten ist.

Mit der Preisvergabe wird das Engagement und die Arbeit der Betreiberinnen und Betreiber der Projekträume und -initiativen gewürdigt. „Die Preisvergabe dient dazu“, wie die Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten formuliert, „sie zu unterstützen, die vorhandene Vielfalt zu sichern und die Aktivitäten der künstlerischen Projekträume und -initiativen in Berlin sichtbarer zu machen.“

Vollständiges Statement von Art Laboratory Berlin zur Preisnominierung, siehe hier:
http://www.artlaboratory-berlin.org/assets/pdf/ALB_statement_for_prize_DE_ENG.pdf


art-in-berlin Berliner Projekträume und –initiativen

Kunst Magazin - Berliner Kulturverwaltung zeichnet Projekträume aus von Julia Schmitz

Berliner Morgenpost - Eine Klassenfahrt mit Baby und Urkunden Von Gabriela Walde

Zitty - Das erste Mal: Der Berliner Preis für Projekträume wird vergeben

Taz - Attraktiv und den Preis wert Von Marcus Woeller

Neues deutschland - Echte Berliner Spezialität. Selbstorganisierte Kunstinitiativen kämpfen ums Überleben
Von Tom Mustroph

Tagesspiegel - Küsschen, Kaffee, Kohle von Claudia Wahjudi


Informationen über Art Laboratory Berlin:
Art Laboratory Berlin (als.PDF)

 


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